27.04.2018 Dr. Siegfried Zelnhefer Lesung

Hervorgehoben

Nürnberg ist als „Stadt der Reichsparteitage“, aber auch als Ort der internationalen Kriegsverbrecherprozesse wie keine zweite Stadt mit der Epoche des Nationalsozialismus und der juristischen Aufarbeitung durch die Alliierten verknüpft.

Auf dem Reichsparteitagsgelände inszenierte die NSDAP alljährlich zwischen 1933 und 1938 beispiellose Staats- und Parteifeiern. Die monumentalen NS-Hinterlassenschaften wie Zeppelinfeld, Kongressbau und Große Straße sind Zeugnisse eines diktatorischen Regimes, das in Nürnberg seinen Welteroberungsanspruch zum Ausdruck brachte und die vermeintliche „Volksgemeinschaft“ auf den verheerenden Zweiten Weltkrieg einstimmte.

Dr. Siegfried Zelnhefer, Jahrgang 1956, ist Historiker und Journalist. Nach einer langjährigen Tätigkeit als Redakteur der „Nürnberger Nachrichten“ wechselte er ins Nürnberger Rathaus. Seit 2002 ist er Leiter des Presse- und Informationsamts der Stadt Nürnberg.

Siegfried Zelnhefer: Die Reichsparteitage der NSDAP in Nürnberg, Verlag Nürnberger Presse, Nürnberg 2002, ISBN 3-931683-13-3, 13,80 Euro

 

Die Lesung findet am 27.4.2018 um 18 Uhr in der AWO-Thek, Karl-Bröger-Str. 9, Nürnberg, statt. Der Eintritt ist frei.

Foto: Claus Felix

21.06.2018 Ich werde nicht hassen

Das außergewöhnliche Theaterstück „Ich werde nicht hassen“ erzählt die dramatische Lebensgeschichte des palästinensischen Arztes Dr. Izzeldin Abuelaish. Es schildert den Alltag in Gaza, das Warten an den israelischen Checkpoints, das Familienleben zwischen Hoffnung und Verzweiflung und einen tödlichen Anschlag. Der Arzt hätte allen Grund, Israel zu hassen, stattdessen kämpft er weiter für Verständigung und Versöhnung mit Israel: „Hass macht blind und führt zu irrationalem Denken und Verhalten. Frieden ist Menschlichkeit. Frieden bedeutet Respekt. Frieden ist ein offener Dialog. Heute notwendiger denn je.“, meint Dr. Abuelaish. 2010, 2011 und 2013 war Izzeldin Abuelaish für den Friedensnobelpreis nominiert.

Das Stück wurde vom Schauspielhaus Stuttgart produziert. Die Schirmherrschaft hat Gabriela Heinrich übernommen. Initiatorin ist Anna-Barbara Lackner Widjaja in Kooperation mit der Evangelischen Hochschule Nürnberg und der Karl-Bröger-Gesellschaft. Ort: Luxkirche, Leipziger Str. 25, Beginn: 19.30 Uhr. Karten zu 20 Euro gibt es im Haus Eckstein, Burgstr. 1-3, Nürnberg. Der Erlös kommt der Stiftung „Daughters for Life“ zugute.

21.07.2018 Drogen in Nürnberg

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Die zweite Tour in Nürnberg führt uns im Juli zu Orten, an denen der Umgang mit Drogen in Nürnberg thematisiert wird. Die Legalisierung von Cannabis als Arzneimittel hat die Drogenpolitik erneut verstärkt in den Blickpunkt aktueller Debatten gerückt. Weiterhin wird jedoch der nichtmedizinische Besitz oder Genuss von Cannabis vor allem in Bayern strafrechtlich verfolgt. Welche Konsequenzen hat der gesellschaftliche, politische sowie behördlich repressive Umgang mit Drogen in unserem Land und bei uns vor Ort? Wir treffen ExpertInnen aus Pharmazie und Drogenhilfe, informieren uns im Justizvollzug, bei der Polizei und diskutieren mit VertreterInnen aus Politik und Rechtswissenschaft.   Treffpunkt ist um 10 Uhr vor der AWOthek im Karl-Bröger-Zentrum, Karl-Bröger-Str. 9, Nürnberg. Die einzelnen Stationen können zu Fuß oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreicht werden. Bitte kaufen Sie Ihr Ticket selbst. Anmeldung für diese Tour bitte an unser Büro.

 

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