UNTERWEGS IM LAND DER SKIPETAREN

Wir hatten ein gemeinsames Reiseziel und jede Menge Neugier im Gepäck. Als fünfzehnköpfige Reisegruppe der Karl-Bröger-Gesellschaft begaben wir uns im September auf Spurensuche in Albanien, einem Land mit beeindruckenden Landschaften, überaus freundlichen Menschen, einer spannenden Geschichte – aber auch mit vielen gesellschaftspolitischen Problemen.

 

Nach Jahrzehnten der Isolation durch das kommunistische Regime Enver Hoxhas bis Ende der 1980er Jahre befindet sich das Land weiter im Aufbruch. Tradition und Moderne, alte Dörfer und innovative Bauprojekte liegen dicht nebeneinander. Neue Straßen entstehen, Städte verändern ihr Gesicht, der Tourismus wächst. Bis zum möglichen EU-Beitritt gibt es noch viel zu tun. Korruption und der Umgang mit der Umwelt sind beispielsweise kritische Punkte, die angegangen werden müssen, ein Prozess, der zum Teil wohl erst richtig begonnen hat.

 

Wir begegneten einem Land, das sich nicht einfach in eine Schublade stecken lässt und das uns vor mehr Fragen stellte als es Antworten gab. Doch durch unsere Erfahrungen während der Reise und vor allem auch durch unseren Reisebegleiter Martin Heusinger konnten wir einen ersten Einblick in Geschichte, Politik und Kultur des Landes gewinnen und so auch stückweit verstehen, wie sehr die Vergangenheit Albanien geprägt hat und wie stark der Wunsch nach Transformation und einem modernen Land westlicher Prägung ist.

 

Neben all diesen Eindrücken war es aber das Miteinander in der Gruppe, das unsere Reise nachhaltig prägte: Wir wurden bald zu einer eingeschworenen Gemeinschaft, in der wir uns alle wohlfühlten und viel Spaß miteinander hatten. Es gab viel zu lachen und wir hatten Freude daran, gemeinsam Neues zu entdecken. Es waren harmonische und wunderschöne Tage in einem echten Miteinander, und das Unterwegssein war dabei mindestens genauso wichtig wie das Ankommen. Danke an alle, die dazu beigetragen haben, dass unsere Reise ins Land der Skipetaren zu einem unvergesslichen Erlebnis wurde.

 

Wer mehr wissen möchte, findet hier >>> den Reisebericht von Claudia Kupfer-Schreiner.