3.2.2023 17.30 Uhr Poya Partovi in der Roten Galerie

Vernissage mit Grußworten von Nasser Ahmed und Michael Ziegler, Live-Musik von Eilen Hermann.

Poya Partovi

Der Künstler Poya Partovi war bis 2013 Lehrbeauftragter am Institut für Bildhauerei und Design an der Universität Karaj/Iran. Im Iran hatte er als Inhaber einer Firma 12 Angestellte – Design und Produktion von Objekten zur Raumgestaltung und Dekoration, meist aus Holz oder Bronze. Fokus auf Aspekte der Akustik, des Raumklimas und der Lichtgestaltung.

Nach seiner Flucht mit seiner Familie lebt er seit 2015 in Deutschland.

Sein Statement zu seiner Kunst: „In meinen Werken zeige ich auf, welche Gewalt die Islamische Revolution im Iran verursacht hat. Mit dem Sieg der Islamischen Revolution im Iran 1979 brach im Nahen Osten eine Welle der Gewalt aus.

Die Revolutionsgarden begannen die Ideologie der Gewalt zu exportieren. Diese Gewalt richtete sich nicht nur gegen Regimegegner, sondern auch gegen frühere Anhänger der Revolution. Der größte Teil der Gewalt ging auf die Kräfte zurück, die der Revolution treu ergeben waren.

Die Revolutionäre haben eine klare Linie zwischen sich und anders Denkende gezogen, indem sie Kriege geführt haben. Durch Krieg wurde die Situation geklärt. Der Krieg zwischen dem Iran und dem Irak: Getreue Streitkräfte kamen im Krieg um und die Dissidenten ins Gefängnis oder durch bewaffnete Straßenkämpfe ums Leben.

Durch die Beseitigung sowohl von Anhängern als auch Oppositionellen war der Diktator in der Lage, die Gesellschaft zu regieren. In meinen Werken zeige ich auf, welche Gewalt die Islamische Revolution im Iran verursacht hat. Ich hoffe, dass freie Menschen durch meine Werke angeregt werden, einen Weg zu finden, um die Gewalt zu stoppen.“