Erich Hübel: Neue Regeln!

Unser Mitglied Mundartdichter Erich Hübel schreibt seit Monaten wöchentlich ein neues Gedicht:

Erich Hübel

Erich Hübel

Es hamm si widder amohl unsere Corona-Obern dsammdelefonierd, damidd‘s neie Einschrängungen verkündn könner.

Und desderwegn gild ab nägsde Wochn: Alle Gschäfde bleim dsu, ah die fier Lebensmiddl.

Mier hamm no dswa Dooch Dseid wos dsum Essn eidsukaafn, am besdn wos, wos mer kald essn konn.

Ab dann gibd‘s a dodahle Ausgangsschberre: Ka Mensch derf mehr naus!

Desderwegn muss mer sei Hausdür dsuschberrn und die Schlüssl aus’n Fensder werfn;

dord wern’s dann vo egsdra vereidichde Beamde eigsammld.

Wall ja alle derhamm bleim müssn und kanner mehr erberd, gibd’s ah kann Schdrom und ka Wasser mehr.

Also no rechddseidich die Boodwanner und alle Eimer vollmachn, alle Akkus aufloodn und Kerdsn bereid haldn.

Wall’s ohne Schdrom ah kald wern werd: alles an Deggn hersuchn, die’s im Haus gibd.

Am Middwoch kennerd mer dann suh weid sei, dass mer endlich midd ann wergli echdn Loggdaun onfanger.

Wann der vuurbei sei konn, wass kanner, wall’s ja ab edsd ah kanne Corona Desds

und kanne Bressekonferendsn vom Wieler mehr gibd.

Do hobb i mi dann in mei Bedd glechd, midd ann Haufn Deggn drüber, hobb ann mein Gnäggebrod rumgnusberd und hobb bibberd und gward….

–  Wey endli i aus dem bleydn Draam aufgwachd bin, hobb i fei mords Herdsglobfn ghabbd,

wor kombledd verschwidsd und fix und ferdich! Mei erschder Gedange wor:

„Hamm’s mier no guhd!