30.10.-5.11.2021 Auslandsreise der Karl-Bröger-Gesellschaft nach Krakau und Breslau

Empfang im Krakauer Rathaus durch Vize-Bürgermeister Slawomir Pietryzk (2.v.r.)

Die Karl-Bröger-Gesellschaft konnte nach Wochen der Unsicherheit mit 19 Teilnehmern unter der Leitung von Günter Gloser, Staatsminister a.D., ihre geplante Reise realisieren. Im Rahmen der Reihe „Reisen in die Gegenwart“ führte diese zu einer spannenden und eindringlichen Spurensuche nach Niederschlesien (Kreisau, Breslau) und Kleinpolen (Auschwitz – Birkenau, Krakau).

Angesichts der Orte wurde die Reise zu einer deutschen, polnischen und jüdischen Spurensuche. Zunächst wurde Kreisau, ein Ort des deutschen Widerstandes, besucht. Weiter östlich gelegen stand Auschwitz – Birkenau, Zeugnis der Verbrechen der Nationalsozialisten, auf dem Programm. In Erinnerung bleibt die Führung, welche viele persönliche Schicksale beschrieb.

In Breslau gab es ein Gespräch mit der Vorsitzenden der deutschen Minderheit, Krystyna Kadlewicz, über die Entwicklung und Rolle der deutschen Minderheit. Ein Zeitzeugengespräch fand in Krakau mit Monika Goldwasser statt. Sie hatte sehr früh ihre Eltern im Konzentrationslager verloren und wurde von den Ursulinen aufgenommen. Zeit ihres Lebens setzt sie sich für Versöhnung ein.

Zahlreiche themenorientierte Führungen durch die ehemalige Königsstadt Krakau (Geschichte Krakaus; Literaturstadt; jüdische Geschichte) zeigten die Lebendigkeit der Partnerstadt Nürnbergs auf – bis heute. Krakau ist vor einigen Jahren als „UNESCO-Literaturstadt“ ausgezeichnet worden. Der literarische Abend über Leben und Werke vieler Krakauer Schriftsteller und Schriftstellerinnen – darunter drei Literaturnobel-PreisträgerInnen – war ein Hochgenuss.

Im Rathaus wurde die Gruppe vom Vizepräsidenten des Stadtrats, Slawomir Pietryzk, herzlich empfangen. Der Stadtrepräsentant erläuterte die Stadtentwicklung und auch die anstehenden Nachhaltigkeitsthemen. Ein Besuch im Nürnberger Haus bei der Leiterin Renata Kopyto rundete das umfangreiche Besuchsprogramm ab.