„Was bringt die Zukunft? Wie werden wir in 20, 50 oder 100 Jahren leben? Wie entwickeln sich Technik und Gesellschaft? Neue Technologien können unser Leben vereinfachen – oder verkomplizieren. Ab Ende 2020 bieten Prototypen, Experimente und Mitmachlabore sowie ein Holodeck in der neuen Zweigstelle des Deutschen Museums in Nürnberg Ausblicke auf mögliche Zukunftsszenarien. Mit Spannung wird die Fertigstellung des neuen Museums in Nürnberg erwartet.
Die Führung war spannend und sehr informativ. Das wird ein neues Highlight für Nürnberg!
Die Rote Galerie startet eine neue Veranstaltungsreihe: „Kultur hinter Glas“. Dazu der Vorsitzender der Karl-Bröger-Gesellschaft und SPD-Stadtrat Michael Ziegler: „Gerade in diesen Zeiten ist es wichtig Kultur aufrecht zu erhalten, aber auch zu schützen. Deshalb kommt sie hinter Glas und spielt in der Roten Galerie hinter drei großen Schaufensterscheiben.“ Das Publikum steht (ebenfalls sicher) im Außenbereich und kann das Geschehen durch das Schaufenster verfolgen. Der Ton wird natürlich auf die Straße übertragen!
Zur Premiere der neuen Reihe kam der fränkische Poetry Slam Star Michael Jakob, der unter anderem 2012 mit dem Nürnberg-Stipendium ausgezeichnet wurde, und performt sein Kurzprogramm „High Five!“ In der gut 30 minütigen Show präsentiert er fünf seiner besten und erfolgreichsten Bühnentexte aus über 17 Jahren Poetry Slam Karriere!
Die Autorin Ingeborg Höverkamp erinnerte an die Situation am Ende des II. Weltkrieges vor 75 Jahren und an die schweren Nachkriegsjahre. In zwei Sammelbänden „Nie wieder Krieg“ und „Von der Trümmerzeit zur Frankenmetropole – Nürnberg 1945 bis heute“ wurden Interviews mit Zeitzeugen und Berichte aus jener Zeit aufgenommen. Fast jede Familie hatte Gefallene zu beklagen, viele waren obdachlos oder hausten in Ruinen oder Behelfshütten. Das Geld war wertlos und die Zigarettenwährung blühte. Hunger und Kälte forderten viele Opfer. Die Autorin würdigt die beispiellose Aufbauleistung der Eltern- oder Großelterngeneration, die nicht in Vergessenheit geraten sollte. Die Lesung fand in der AWOthek statt. Musikalische Begleitung von Ji Eun Kim.
Ingeborg Höverkamp in der AWOthek und Ji Eun Kim von der Musikhoschule
Selber schuld: Angeschwärzt werden…; Sich schwarz drüber ärgern…; Rot vor Wut und Scham anlaufen…Was macht man mit all diesen Gefühlen? Wie geht man damit um? Mit diesen Fragen setzte sich das ArtiSchocken-Kollektiv in einer mehrstündigen Performance „Selber Schuld“ in der Roten Galerie am 5. September um 15:00 Uhr auseinander. Take your broken heart and make art into it. Künstlerische Leitung: Elizaveta Shlosberg; Performer: Elizaveta Shlosberg, Viktor Pyatkovka, Liana Djorbenadze, Julia Meshkov; Kostüme&Artwork: Polina Pravdikova Musikalische Begleitung: Lisa Milyukova; Technische Unterstüzung: Olga Komarova
Performance des Artischocken-Kollektivs in der Roten Galerie.
„Der 1953 in Köln geborene Künstler ist ein Pionier der Videokunst in Deutschland… Seine Filme und Videoinstallationen, Collagen und Zeichnen lenken den Blick auf autoritäre und ideologische Strukturen, die für Gewalt und Machtmissbrauch ursächlich sind. Dabei beschränkt sich Marcel Oldenbach keineswegs auf Themen der deutschen Geschichte wie Nationalsozialismus, Wirtschaftswunder oder Wiedervereinigung, die seine eigene Biographie und Identität geprägt haben. Er zieht auch Verbindungslinien zur kolonialen Ausbeutung und Unterdrückung afrikanischer Länder und zur Geschichte der Sklaverei und des Rassismus (Text: Kunsthalle)“. Die Führung wurde abgesagt.
Am 28. Oktober fiel die Entscheidung zur Kulturhauptstadt Europas 2025 für Chemnitz. Das wurde in der Roten Galerie gefeiert. Dazu die Finissage der aktuellen Ausstellung mit Luise Gumann – Künstlerin – Dozentin für Jugendkunst zum Thema „Netzwerke“ und Elisaweta Sliwinska, Illustratorin, sowie Olga Komarowa, Filmemacherin zum Thema: Utopie im Vakuum – was wäre, wenn du alles sein könntest? Die experimentellen Künstlerinnen sind Teil des ArtiSchocken-Kollektives.
Die Rote Galerie startet eine neue Veranstaltungsreihe: „Kultur hinter Glas“. Dazu der Vorsitzender der Karl-Bröger-Gesellschaft und SPD-Stadtrat Michael Ziegler: „Gerade in diesen Zeiten ist es wichtig Kultur aufrecht zu erhalten, aber auch zu schützen. Deshalb kommt sie hinter Glas und spielt in der Roten Galerie hinter drei großen Schaufensterscheiben.“ Das Publikum steht (ebenfalls sicher) im Außenbereich und kann das Geschehen durch das Schaufenster verfolgen. Der Ton wird natürlich auf die Straße übertragen! Der Eintritt ist frei, um Spenden wird gebeten.Rote Galerie, Koberger Str. 57/59
Der Nürnberger Autor Fitzgerald Kusz erhielt 2016 die Karl-Bröger-Medaille (im Foto v.l.: Horst Schmidbauer, Michael Ziegler, Fitzgerald Kusz)Fröhliche Einjahresfeier bei Sonnenschein vor der Galerie mit Hajo Schlein, Laura Heller, Thorsten Brehm, Elisaweta Sliwinska, Luise Gumann (dahinter), Olga Komarowa und Michael Ziegler (v.l.)SPD-Vorsitzender Thorsten Brehm im Gespräch mit den Künstlerinnen Elisaweta Sliwinska und Olga Komarowa zum Thema Utopien.
„Die Ausstellung in den Fassadenräumen des Neuen Museums zeigt den tiefgreifenden Einfluss des Kontextes auf das Werk von Staab Architekten. An den gebauten und geplanten Projekten aus 29 Jahren werden unterschiedliche Facetten des Begriffes „Kontext“ deutlich, die weit über die übliche Definition als unmittelbare physische Umgebung des Geländes hinausgehen. Ausgangspunkt der Betrachtungen ist der siegreiche Entwurf für das Neue Museum Nürnberg. Mit diesem Wettbewerbsbeitrag begann 1991 nicht nur die Geschichte des radikal zeitgenössischen Kunstmuseums inmitten der Nürnberger Altstadt, sondern auch das eigene Architekturbüro von Volker Staab, das inzwischen zu den erfolgreichsten Büros Deutschlands zählt. Öffentliche Bauten für Kunst, Forschung und Bildung sind bis heute die Hauptaufgaben von Staab Architekten“ (Neues Museum).
Unser Vorstandsmitglied Günter Gloser begrüßte uns zu einer interessanten Führung durch die Ausstellung von Ernst Weil in der Nürnberger Kunstvilla. „Im November 2019 hätte der 1919 in Frankfurt geborene Künstler Ernst Weil seinen 100. Geburtstag feiern können. Die Kunstvilla gratuliert nachträglich und erinnert mit ihrer Retrospektive an einen Maler, der … die Abstraktion in Nürnberg vertrat und vermittelte“ (Text Kunstvilla). Zufälligerweise war der Nürnberger Künstler Fred Ziegler in der Ausstellung. Er hat unter Ernst Weil studiert und mit ihm zusammen ein Bild erstellt, das ebenfalls in der Ausstellung zu sehen ist.
Führung in der Kunstvilla mit Hygieneabstand und Masken.Fred Ziegler vor dem Bild, das er gemeinsam mit Ernst Weil gefertigt hat.
Zur Unterstützung in der Künstler ohne Einkommen hatte in Nürnberg das Kulturreferat kurz vor Ostern ein „Bündnis für Kultur“ geschmiedet und in Verbindung mit der NN -Aktion „Freude für alle“ zu Spenden aufgerufen. Hierfür stellten Walter Bauer und Pablo Fontagnier zwei Porträts des Nürnberger Alt-OB‘s Ulrich Maly zur Verfügung.
Mit seinem – bisher höchsten – Gebot – will nun ein Liebhaber beide Arbeiten der Nürnberger Karl-Bröger-Gesellschaft sichern und stiften. Er erklärte sich indes einverstanden, beide Bilder noch einmal öffentlich zu präsentieren – um den Spendenerlös für die Nürnberger Künstlerhilfe im Bündnis für Kultur noch einmal zu steigern. Die Ausstellung ist beendet, aber es kann weiter gespendet werden: freude-fueralle@pressenetz.de.
Walter Bauer porträtierte Nürnbergs früheren OB in Öl auf Leinwand. Pablo Fontagnier bannte Maly mit flotter Feder aufs Papier.
Ein erfolgreiches Jahr liegt hinter der Karl-Bröger-Gesellschaft. Hier ist der Jahresbericht von unserem Vorsitzenden Michael Ziegler, der zum kulturpolitischen Sprecher der SPD-Fraktion gewählt wurde:
Als die Rote Galerie noch offen hatte: v.l. Thorsten Brehm, Alt-OB Dr. Ulrich Maly, Khrystyna Jalowa, Simon Kellermann, Heijo Schlein und Michael Ziegler – Fotograf: Ludwig Olah.